Die Internet-Problematik
Als Mitte der 90er das World Wide Web entstand, kamen viele kommerziell genutzte Webseiten auf.
Mit der Einführung von Online-Fahrzeugbörsen versprach man sich, auch Endkunden über den eigenen
lokalen Markt hinaus zu finden. Jetzt konnten sich die Autohäuser präsentieren, für jeden, und das
rund um die Uhr. Der Vorteil, mehr Kunden für den Fahrzeugverkauf zu erreichen, lag auf der Hand.
Der Endkunde bekam eine nie dagewesene Transparenz und Vergleichbarkeit der Fahrzeuge geboten.
Er hatte nun Zugriff nicht nur auf das Angebot seines lokalen Autohauses, sondern konnte sich
über das bundesweite Fahrzeugangebot informieren.
Das Aufkommen des Internets stellt die Autohäuser und ihre Kundschaft aber auch vor neue Probleme.
Autohäuser haben früher in einem eng umrissenen Markt Ihre Fahrzeuge angeboten.
Durch das Internet mit seinen großen Fahrzeugbörsen entstanden Marktplätze, die eine große
Menge an Fahrzeugen aus ganz Deutschland enthalten, so daß das Angebot eines einzigen Autohauses
in der riesigen Masse an Fahrzeugen untergeht.
Durch das Internet konkurriert das einzelne Autohaus mit allen deutschen Autohäusern,
sowohl mit Vertragsautohäusern als auch mit freien Händlern. Zudem können Privatleute ihre
Fahrzeuge kostengünstig zu marktverzerrenden Preisen einstellen. Natürlich ohne Gewährleistung.
Der potentielle Käufer, vielleicht einer Ihrer treuen Stammkunden, kann sich aus dem riesigen
Online-Angebot das passende Fahrzeug aussuchen und regionale Preisunterschiede ausnutzen. In der
Regel wird es nicht Ihr Fahrzeug sein.
Andererseits findet ein Kunde aus einem anderen Teil Deutschlands über das Internet seinen
Traumwagen direkt auf Ihrem Hof. Ob der Kunde den Aufwand betreibt, für den Kauf und die Abholung
des Fahrzeugs anzureisen, ist fraglich. Wohl eher nicht. Dabei hätte er sich so über den Wagen
gefreut. Und Sie natürlich auch.
Kommt über einen Internetmarktplatz doch ein Geschäft mit einem ortsfremden Kunden zustande,
dann gibt das kein After-Sales-Geschäft. Oder das Autohaus hat nur das After-Sales-Geschäft, weil
der Kunde das Fahrzeug woanders her bezogen hat. Wie man es auch betrachtet: mit dem
Internetkunden entgeht dem Autohaus in der Regel mindestens ein Geschäft.
Hier setzt autohausen an und liefert unter dem Motto "Fahr nicht fort – kauf vor Ort" eine
Lösung für die beschriebene Problematik.
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